Ich gehe fremd!
10. September 2026 | ca. 3 Min. Lesezeit
Eigentlich bin ich Webdesigner. Seit vielen Jahren. Gestaltung, Struktur, Inhalte, Joomla, Websites – da fühle ich mich zu Hause.
Programmieren? Eigentlich nicht mein Kerngebiet.
Aber wie das so ist: Man arbeitet an einer Website und denkt plötzlich:
Warum gibt es dafür eigentlich kein vernünftiges Tool?
Oder:
Das müsste doch viel einfacher gehen.
Und irgendwann kommt der gefährliche Gedanke:
Dann bauen wir es eben selbst.
Also bin ich fremdgegangen.
Mit tatkräftiger Unterstützung meiner inzwischen ziemlich guten Freundinnen ChatGPT und Codex habe ich angefangen, eigene Erweiterungen und kleine Werkzeuge zu entwickeln. Erst für Joomla, inzwischen sogar für WordPress.
Ja. WordPress.
Wer mich kennt, weiß, dass allein das schon eine kleine Sensation ist. ;-)
Inzwischen sind einige dieser Tools tatsächlich täglich bei mir im Einsatz:
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Editorial Toolkit für Joomla & WordPress – damit Redakteure Inhalte pflegen können, ohne sich durch das komplette CMS kämpfen zu müssen.
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Login-Komponente für Joomla – weil auch ein Login angenehm und verständlich sein darf.
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OpenGraph Editor für Joomla – für eine bessere Kontrolle darüber, wie Inhalte beim Teilen aussehen.
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Timeline für Joomla & WordPress – um Entwicklungen, Projekte oder Geschichten übersichtlich darzustellen.
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Text & Bild für Joomla & WordPress – Text fließt um Bilder, ohne dass Redakteure dafür HTML-Künstler werden müssen.
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Artikel-Migrator – kopiert Inhalte von einer Joomla-Website in eine andere.
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Banner Manager – mit Start- und Enddatum, Klickzählung, eigenen Statistiken und Matomo-Integration.
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Site Tools für Joomla – eine Sammlung kleiner Helfer und Plugins für Dinge, die ich bei meiner täglichen Arbeit immer wieder brauche.
Und natürlich:
More to come …
Das Interessante daran ist für mich gar nicht, plötzlich zum Softwareentwickler zu mutieren. Das werde ich vermutlich auch nicht.
Viel spannender ist etwas anderes:
Ich kann heute Werkzeuge bauen, die aus meiner täglichen Arbeit entstehen.
Nicht, weil irgendeine Marketingabteilung beschlossen hat, dass die Welt noch ein Plugin braucht. Sondern weil ich bei einem konkreten Projekt feststelle:
Hier fehlt mir etwas.
Dann entsteht eine Idee. Ich bespreche sie mit ChatGPT, entwickle daraus ein Konzept und Codex hilft mir, daraus funktionierenden Code zu machen. Danach wird getestet, geflucht, verbessert, wieder getestet – und irgendwann läuft es tatsächlich.
Für mich verändert KI damit gerade einen Teil meines Berufs.
Sie ersetzt nicht meine Erfahrung als Webdesigner. Im Gegenteil: Meine Erfahrung sagt mir, was ich brauche. KI hilft mir dabei, es zu bauen.
Meine kleinen Tools werden übrigens nicht vermarktet. Ich habe weder einen Plugin-Shop noch einen Supportvertrag noch den Ehrgeiz, der nächste große Softwarehersteller zu werden.
Ich benutze sie einfach selbst.
Aber falls jemand denkt:
„Verdammt, genau so etwas könnte ich auch gebrauchen …“
Einfach melden. :-)
Vielleicht gehe ich dann noch ein bisschen weiter fremd.