Relaunch der eigenen Website – notwendig?
30. September 2026 | ca. 4 Min. Lesezeit
Eigentlich eine berechtigte Frage. Schließlich gibt es LinkedIn, Instagram und diverse andere Plattformen, auf denen man zeigen kann, was man macht.
Und trotzdem sitze ich gerade an der dritten – oder ist es schon die vierte? – Neuauflage meiner eigenen Website.
Schon wieder ein Relaunch?
Warum eigentlich?
Zum einen gibt es neue Designtrends, die mich inspirieren und die ich natürlich ausprobieren möchte. Zum anderen haben sich meine Arbeit und damit auch die Inhalte meiner Website deutlich weiterentwickelt.
Aus dem ursprünglichen Portfolio ist inzwischen mehr geworden. Neben klassischen Webprojekten zeige ich heute auch eigene Entwicklungen und Tools, die im Laufe meiner täglichen Arbeit entstanden sind.
Werkzeuge, die den Betrieb einer Website einfacher machen, mit denen Inhalte schneller und sicherer veröffentlicht werden können und die gleichzeitig im Hintergrund für mehr Qualität sorgen.
Man könnte sagen: Meine Website zeigt heute nicht mehr nur, was ich gemacht habe, sondern zunehmend auch, wie ich arbeite.
Und genau das ist für mich ein guter Grund für einen Relaunch.
Websites müssen Geschichten erzählen
Also setze ich mich tatsächlich mit ziemlich großer Freude an den x-ten Relaunch.
Dabei stelle ich fest, dass sich mein eigener Blick auf Websites verändert hat.
Eine gute Website ist für mich längst keine digitale Firmenbroschüre mehr. Natürlich müssen Leistungen, Referenzen und Kontaktmöglichkeiten zu finden sein. Aber das allein reicht nicht.
Eine Website sollte erzählen, wer hinter der Arbeit steckt. Wie Projekte entstehen. Welche Ideen funktionieren – und vielleicht auch einmal, welche nicht. Was einen beschäftigt, worüber man nachdenkt und warum man bestimmte Dinge so macht, wie man sie macht.
Storytelling ist für mich deshalb ein wesentlicher Bestandteil einer lebendigen Website geworden.
Und genau an diesem Punkt kommt auch mein Blog ins Spiel.
Erfolgsgeschichte! 300 Prozent mehr Zugriffe!
Meine jüngst gestartete Blogaktivität hat tatsächlich dazu geführt, dass die Zugriffe auf meine Website um fast 300 Prozent gestiegen sind.
Wow!
Das klingt jetzt schon ein wenig nach Donald-Trump-Speech:
300 Prozent! Unglaublich! Noch nie dagewesen! Wahrscheinlich der erfolgreichste Blog aller Zeiten!
Nun ja.
Wenn vorher nur wenige Menschen vorbeigeschaut haben, sind 300 Prozent mehr natürlich schnell erreicht. 😄
Trotzdem ist die Entwicklung interessant.
Denn offensichtlich passiert etwas, wenn auf einer Website regelmäßig neue, persönliche Inhalte erscheinen. Menschen kommen nicht nur über eine Leistungsbeschreibung oder eine Referenz. Sie kommen wegen eines Themas, eines Gedankens oder einer Meinung – und schauen sich anschließend vielleicht noch ein wenig um.
Genau das macht eine Website lebendig.
Warum die eigene Website wichtig bleibt
Je länger ich darüber nachdenke, desto eindeutiger wird meine Antwort auf die Frage vom Anfang:
Ja, ich brauche meine eigene Website. Vielleicht heute sogar mehr als früher.
Denn hier habe ich die volle Kontrolle. Ich entscheide über Design, Struktur und Inhalte. Kein Algorithmus bestimmt, wer meinen Beitrag sieht oder ob er morgen praktisch verschwunden ist.
Eine eigene Domain und ein gepflegter Webauftritt schaffen außerdem etwas, das gerade für Freelancer wichtig ist: Seriosität und Vertrauen.
Und schließlich ist meine Website mein zentrales Portfolio. Projekte, Referenzen, eigene Entwicklungen, Blogbeiträge und Kontaktmöglichkeiten befinden sich an einem Ort.
Aber vielleicht ist „Portfolio“ inzwischen sogar das falsche Wort.
Meine Website ist eher ein digitales, lebendiges Arbeitstagebuch.
Sie zeigt nicht nur fertige Projekte, sondern auch Ideen, Entwicklungen und Gedanken rund um meine Arbeit.
Und wenn sich diese Arbeit verändert, darf sich eben auch die Website verändern.
Also gut.
Relaunch Nummer drei. Oder vier. Oder fünf.
Wer zählt schon mit?