Eingabehilfen öffnen
Zum Hauptinhalt springen

Warum quäle ich mich mit überladener Software für mein CMS?

Und wieder scheitere ich an einer Kalendererweiterung für mein CMS – nicht, weil sie nicht alles kann, was ich brauche. Sondern weil sie viel zu viel kann!
| ca. 3 Min. Lesezeit

Reduce to the max

Eigentlich brauche ich nur wenige Funktionen für einen simplen Kalender.

Titel, Datum, Uhrzeit von–bis, vielleicht noch den Ort der Veranstaltung. Ein Bild wäre schön, ein kurzer Teaser und natürlich etwas Text zur Veranstaltung.

Das war’s eigentlich schon.

Okay, fast.

Natürlich möchte ich eine vernünftige Kalenderansicht haben. Die Veranstaltungen sollen zusätzlich auf unterschiedlichen Seiten meiner Website angezeigt werden können. Mal die nächsten drei Termine, mal alle Veranstaltungen als Grid und mal eben als richtiger Monatskalender.

Und wenn ich auf eine Veranstaltung klicke, möchte ich eine hübsche Detailseite sehen.

Klingt überschaubar, oder?

Wenn „kann alles“ zum Problem wird

Also installiert man eine professionelle Kalendererweiterung.

Und plötzlich verwaltet man nicht mehr einfach einen Termin.

Man beschäftigt sich mit Kategorien, Locations, Veranstaltern, Buchungssystemen, Tickets, wiederkehrenden Terminen, Zugriffsrechten, Benachrichtigungen, Integrationen und unzähligen Einstellungen.

Alles Funktionen, die sicherlich ihre Berechtigung haben.

Nur: Ich brauche sie nicht.

Und genau da beginnt für mich inzwischen das Problem mit vielen Erweiterungen. Sie sind nicht schlecht. Ganz im Gegenteil. Sie sind hervorragend programmiert und können unglaublich viel.

Aber muss Software immer alles können?

Ich möchte nicht weniger Möglichkeiten – ich möchte weniger Ballast

Je länger ich Websites baue, desto wichtiger wird für mich eine andere Frage:

Was brauche ich tatsächlich?

Nicht: Was könnte ich irgendwann vielleicht einmal gebrauchen?

Ein Kunde, der einen Schultermin einträgt, sollte nicht erst verstehen müssen, wie eine professionelle Eventmanagement-Software funktioniert.

Er möchte „Elternsprechabend“ eintragen, Datum und Uhrzeit auswählen, einen kurzen Text dazu schreiben, speichern – fertig.

Genau so stelle ich mir gute Redaktionsarbeit vor.

Also wieder selber bauen?

Und da sitze ich nun.

Vor mir eine mächtige Kalendererweiterung, die wahrscheinlich zehnmal mehr kann, als ich jemals benötigen werde.

Und daneben meine kleine Liste:

Titel.
Bild.
Teaser.
Datum.
Uhrzeit.
Ganztägig.
Ort.
Text.
Tags.

Mehr brauche ich zunächst nicht.

Und während ich diese Liste anschaue, kommt natürlich wieder dieser gefährliche Gedanke:

Warum baue ich mir nicht einfach selbst eine kleine Kalenderkomponente?

Schlank. Übersichtlich. Genau auf meine Anforderungen zugeschnitten. Und natürlich so, dass sie sich mit meinem Editorial Toolkit bearbeiten lässt.

Ich fürchte, ich weiß schon, wie das endet.

Meine beiden Freundinnen ChatGPT und Codex werden wohl wieder Überstunden machen müssen.