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WordPress – vielleicht werden wir doch noch Freunde

Große Freude in der digitalen Werkstatt.
03. September 2026 | ca. 3 Min. Lesezeit

Da sich gerade ein neuer Job ankündigt – WordPress ist gesetzt – habe ich die Wartezeit sinnvoll genutzt. Finger crossed, dass der Auftrag auch wirklich kommt.

Denn wenn ich eines nicht besonders gut kann, dann ist es, einfach nur abzuwarten.

Also habe ich angefangen, gemeinsam mit Codex mein Editorial Toolkit für WordPress zu bauen. Eine Lösung, mit der Redakteurinnen und Redakteure Inhalte pflegen können, ohne sich durch das komplette WordPress-Backend kämpfen zu müssen.

Das Prinzip kenne ich aus meinen Joomla-Projekten: Nicht das CMS soll bestimmen, wie Menschen arbeiten müssen. Das CMS sollte sich möglichst an die Menschen anpassen, die damit arbeiten.

Und weil ich gerade dabei war, kam gleich das nächste Thema auf den Tisch: die WordPress-Mediathek.

Wer von Joomla kommt, schaut dort zunächst etwas irritiert hinein. Bilder, Vorschaubilder, verschiedene Größen – alles irgendwie vorhanden, aber eine für mich wirklich nachvollziehbare Struktur? Eher nicht.

Also baue ich im Moment auch daran.

Die Idee: eine Joomla-ähnliche Medienverwaltung für WordPress, bei der Bilder, Beitragsbilder, Galerien und Videos sinnvoll organisiert werden können. Nicht einfach ein großer Topf voller Dateien, sondern eine Struktur, in der man auch nach ein paar Jahren noch versteht, was eigentlich wohin gehört.

Und während ich daran arbeite, sitze ich hier in Malaysia und schaue gedankenverloren einem unserer Monsungewitter zu.

Es schüttet, donnert und blitzt, und dabei kommt mir ein für mich durchaus bemerkenswerter Gedanke:

WordPress kann ja gar nichts dafür.

Vielleicht war ein Teil meiner bisherigen Abneigung schlicht die Tatsache, dass WordPress von Haus aus anders funktioniert, als ich es aus meiner Joomla-Welt gewohnt bin.

Aber genau das ist ja eigentlich das Spannende an unserem Beruf.

Man muss nicht alles so hinnehmen, wie es geliefert wird.

Mit einer guten Idee, etwas Erfahrung und inzwischen natürlich auch mit KI-Unterstützung kann man Werkzeuge bauen, Prozesse verändern und ein System so anpassen, dass es zur eigenen Arbeitsweise und vor allem zu den Menschen passt, die später damit arbeiten sollen.

Und plötzlich entsteht aus WordPress etwas, bei dem selbst ein eingefleischter Joomla-Mensch denkt:

Ja. So kann man damit arbeiten.

Vielleicht werden WordPress und ich also doch noch Freunde.

Zumindest hat es in den vergangenen Tagen einiges von meiner Voreingenommenheit verloren.

Jetzt fehlt eigentlich nur noch eine Kleinigkeit:

Der Job muss kommen.

Finger crossed.